Landratsamt Biberach
Gefördert durch die Stiftung Naturschutzfonds

Melden Sie hier Ihre Beobachtungen von beringten Saatkrähen in und um Laupheim!

Bitte ziehen Sie das Kreuzchen unterhalb der Saatkrähe auf der Karte an jene Stelle, an der Sie einen Vogel entdeckt haben. Wenn Sie die Markierung am Bein des Vogels entziffern können (bestehend aus einem Buchstaben und drei Ziffern), so tragen Sie diesen Wert bitte in das Feld "Kennung" ein. Ihre Anregungen, Fragen

Alle Felder in dem Formular müssen ausgefüllt werden,


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Werden Sie Taufpate!

Wenn Sie der erste Melder einer Laupheimer Saatkrähe sind, haben Sie die Möglichkeit, ihr einen Namen zu geben - Sie dürfen Taufpate sein! Wenn die Saatkrähe bereits vorher gemeldet wurde, bekommen Sie auf Wunsch eine E-Mail zugesandt, in der Sie alle Informationen zu bisherigen Beobachtungen auf einer Karte sowie Angaben zum Beringungsdatum und zum Geburtsort bekommen. Hierzu müssen Sie Ihre E-Mail angeben und ein Häkchen im entsprechenden Feld setzen.
Viel Spaß beim Melden und beim Durchstöbern unserer Fotos wünscht Ihnen Ihr Saatkrähen-Team!

Die Laupheimer Saatkrähen

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie soll für das Obere und Untere Rißtal festgestellt werden, ob eine Umsiedlung der Saatkrähen aus dem Stadtgebiet hinaus in die freie Natur möglich ist. Dazu muss untersucht werden, ob es aktuell noch Gründe dafür gibt, warum die Saatkrähen die Brutplätze in der Stadt denen in der freien Natur vorziehen. Deshalb wurden neben einer umfangreichen Datenrecherche, Gesprächen mit Saatkrähenkennern und Spezialisten sowie Verhaltensbeobachtunge, nestjunge Saatkrähen mit Farbringen markiert.


Wussten Sie schon, ...

  • ... dass die ersten Saatkrähen bereits Anfang der 90er Jahre in der Laupheimer Innenstadt brüteten?. Seither haben die Brutpaare zugenommen, wenn auch in manchen Jahren ein Rückgang zu verzeichnen war. Heute gibt es ungefähr 650 Brutpaare in Laupheim. Die größte Saatkrähenpopulation Baden-Württembergs gibt es in Lahr mit 1540 Brutpaaren (Stand 2009), die sich auf 9 Großkolonien verteilt.
  • ….dass sich durch eine Vergrämung (z.B. Abschuss von Schreckschüssen oder Leuchtpatronen) während der Brutzeit die gesamte Brutperiode verlängert?
    Weil die Tiere zuerst von einer Brut abgehalten werden, fangen sie später an zu brüten oder bauen neue Nester und es verschiebt sich damit der Legebeginn nach hinten. Da manche Individuen der Kolonie jedoch zum normalen Zeitpunkt anfangen führt dies zu einem insgesamt längeren Zeitraum, während dem sich die Krähen an ihren Brutplätzen aufhalten.
  • ...dass sich durch die Vergrämung während der Brutzeit Splitterkolonien bilden, d.h. dass dadurch mehr Kolonien entstehen, als ohne Vergrämung?
  • ...dass sich die Krähen deshalb Brutplätze in den Städten suchen, weil sie jahrzehntelang außerhalb der Städte geschossen und verfolgt wurden?
  • …dass alleine in Irland dreimal soviel Saatkrähen brüten wie in Deutschland? Der deutsche Gesamtbestand wird auf 80.000-89.000 Paare geschätzt, in Irland brüten zwischen 1.100.000 und 3.100.000 Brutpaare. Insgesamt nimmt der Europäische Bestand ab (IUCN, Red List of Threatened Species).
  • ...dass Saatkrähen ihre Jungen mit Würmern, Schnecken und kleinen Kriechtieren füttern und damit sehr gute Schädlingsbekämpfer sind?
  • ... dass Saatkrähen am liebsten auf grünen Wiesen ihre Nahrung suchen? Da der Grünlandanteil der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten immer stärker abnimmt, sind Saatkrähen vermehrt auf die Saat und junge Pflanzen als Nahrung angewiesen. Auch Maisfelder bieten ihnen eine leicht zugängliche Nahrungsquelle.
  • ... dass die Laupheimer Saatkrähen in Südfrankreich überwintern und dass die Saatkrähen, die im Winter auf den Feldern zu beobachten sind, aus dem Norden stammen und im Frühjahr wieder abziehen?
  • ... dass es Saatkrähenkolonien in Nord-Rhein-Westfalen, Berlin, Hamburg, Bremen, im Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg Vorpommern (Lewitz), Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Bayern (München Puchheim) und Baden-Württemberg (Lahr, Laupheim) gibt?

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